Eidos
From Philosophy
eidos (griech. είδος „Ansehen“, „Gestalt“ zu eidein „sehen“ ) bezeichnet Gestalt, Form, Aussehen.
Der Begriff findet sich bereits bei Platon (vgl. Kratylos) und – als Gegensatz zur Materie (hylê) – bei Aristoteles. In der Phänomenologie von Edmund Husserl steht der Begriff für das Wesen.
Contents |
[edit] Bedeutung bei Aristoteles
eidos hat für Aristoteles v. a. folgende zwei von einander unterschiedene Bedeutungen:
- im Sinne der logischen oder naturwissenschaftlichen Klassifikation die Art einer Gattung
- im Sinne der Form (etwa einer Bronzekugel oder der Konstruktionsanleitung eines Hauses) der Gegenbegriff zur Materie, dem Stoff, der hylê (dieser Bronzekugel, der Bauteile dieses Hauses).
eidos ist für Aristoteles ein zentraler Begriff. So lautet das Ergebnis der bekannten Abhandlung in Metaphysik, Zeta, dass die Substanz, die ousía die Form, das eidos ist.
Der Begriff der Eidetik, der Begriff des Wesens als anschauliche Gegebenheit, ist von eidos abgeleitet.
[edit] Literatur
- Torsten Menkhaus: Eidos, Psyche und Unsterblichkeit: Ein Kommentar zu Platons „Phaidon“. Frankfurt am Main/London 2003]
- Karl-Heinz Volkmann-Schluck, Plato. Der Anfang der Metaphysik, Königshausen & Newmann, 1,999; ISBN-10: 3826015576
- Obdulio Banda: Ontologischen Status von Wesen, IIPCIAL, Lima, 2,007; ISBN-10: 978-9972-9982-1-8
- Hans Gadamer, Idee und Wirklichkeit in Platos Timaios, Universitätsverlag Winter GmbH Heidelberg, 1,974; ISBN-10: 382532351X
[edit] Weblinks
[edit] Siehe auch
- Hylemorphismus
- Ideologie
- Wesen
